Umweltdaten

Unterrichtung der Öffentlichkeit über Beurteilung der Messungen von Emissionen und Verbrennungsbedingungen für das Jahr 2020

Der Wupperverband unterrichtet als Betreiber der Klärschlammverbrennungsanlage Buchenhofen gemäß Nebenbestimmung 6.2 zum Genehmigungsbescheid einmal jährlich die Öffentlichkeit über die Beurteilung der Messungen von Emissionen und Verbrennungsbedingungen. Die zuständige Behörde (Bezirksregierung Düsseldorf) hat den Umfang der Berichterstattung festgelegt und diese Daten vorher zur Kenntnisnahme erhalten sowie der Veröffentlichung zugestimmt.
Die Klärschlammverbrennungsanlage Buchenhofen wurde in der Zeit von 1993 bis 1996 umfangreich modernisiert. Durch die Nachrüstung einer Schlammentwässerungsanlage konnte der Wassergehalt im Klärschlamm so weit reduziert werden, dass eine selbstgängige Verbrennung erreicht wurde. Zur Reduzierung von Wasserschlägen in den Verbrennungsraum wird die Schlammentwässerung seit 2020 von der Beschickung der Öfen getrennt durchgeführt (vorgelagert).
Zur Aufrechterhaltung der Mindestverbrennungstemperatur bei allen Betriebszuständen ist die Anlage mit Zusatzbrennern ausgerüstet. Die installierte Abgasreinigungsanlage entspricht bis jetzt der besten verfügbaren Technik und ermöglichte eine Reduzierung der Emissionen weit unterhalb der zulässigen Emissionsgrenzwerte der 17. BImSchV bzw. des Genehmigungsbescheides. Zur Erfüllung der BVT-Schlussfolgerungen für Abfallverbrennungsanlagen von 2019 ist der Bau einer neuen Anlage in Planung.

Betreiber der Anlage: Wupperverband, Körperschaft des öffentlichen Rechts
Ort: Wuppertal-Vohwinkel, Buchenhofen 45
Berichtszeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Verbrennungsleistung: 27.583 Mg Feststoff
Beschickungsdauer: 8.021 Stunden
Erzeugte Strommenge: 468 MWh

Die Klärschlammverbrennungsanlage Buchenhofen verfügt über eine automatrische Einrichtung zur Messung der Emissionen und der Verbrennungsbedingungen sowie eine elektronische Datenerfassung und -verarbeitung, die die Behörde täglich über die Emissions- und Verbrennungsbedingungen informiert. Die nachfolgenden Zusammenstellungen geben einen Überblick über die 2020 registrierten Werte im Vergleich zu den gesetzlichen Anforderungen.

Anforderungen an Verbrennungsbedingungen

Verbrennungs-
bedingungen
Einheit Grenzwert Ofen1 Ofen2
Mindest-Verbrennungs-
temperatur
Grad Celsius (°C) 810 868 887
Mindest-Sauerstoffgehalt Volumen-% 6 9,14 7,84
Mindest-Verweilzeit Sekunden 2 >2 >2

Bei den aufgeführten Werten handelt es sich um Jahresmittelwerte.

Beim Staatlichen Umweltamt Düsseldorf wurde 1997 die Herabsetzung der Mindestnachverbrennungstemperatur von 850 °C auf 810 °C beantragt. Durch umfangreiche Emissionsmessungen konnte im Jahr 1997 nachgewiesen werden, dass das Emissionsverhalten durch die verringerte Nachverbrennungstemperatur nicht negativ beeinflusst wird. Durch den Bescheid vom 16.12.1997 stimmte das Staatliche Umweltamt Düsseldorf der Herabsetzung der Nachverbrennungstemperatur zu. Mit den jährlich an drei Tagen durchgeführten Einzelmessungen wird nachgewiesen, dass das niedrige Emissionsniveau weiterhin gehalten wird. Durch diese Maßnahme wurde ein weiterer wesentlicher Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauches, der Stickstoffoxid- und der Kohlendioxidemissionen der Schlammverbrennungsanlage Buchenhofen geleistet.

Emissionen 2020
Emissionen 2020

Zur zuverlässigen Messung der Quecksilberemissionen wurde 2015 das vorhandene Quecksilbermessgerät durch eines der neuesten Generation ersetzt.

In der Abbildung oben wurden alle kontinuierlich gemessenen Emissionswerte in Bezug auf den jeweiligen Grenzwert prozentual dargestellt. Alle aufgeführten Werte (Jahresmittelwerte, gebildet aus Tagesmittelwerten) sind auf die Normbedingungen inkl. Abzug der Feuchte bezogen.

Diskontinuierlich ermittelte Emissionswerte 2020

Schadstoff Einheit Grenzwert Mittelwert
Cadmium und Thallium und deren Verbindungen, als Summe Cd und Tl mg/m³ 0,05 <0,0034
Schwermetalle und Halbmetalle gemäß 17. BImSchV als Summe Antimon (Sb), Arsen (As), Blei (Pb), Chrom (Cr), Cobalt (Co), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Nickel (Ni), Vanadium (V) und Zinn (Sn) mg/m³ 0,5 0,01063
Krebserzeugende Stoffe als Summe Arsen (As), Benzo(a)pyren (BaP) Cadmium (Cd), Cobalt (Co), Chrom (Cr) mg/m³ 0,05 0,00167
Fluorverbindungen mg/m³ 1 <0,1
polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzuforane (PCDD/PCDF) als Toxizitätsäquivalent (TE) gemäß 17. BImSchV mg/m³ 0,1 <0,0009

Die dargestellten Einzelemissionsmessergebnisse an drei Tagen zeigen die hohe Wirksamkeit der Abgasreinigungsanlage.

Neben der optimalen Verbrennungsführung ist hierfür besonders die umfangreiche Abgasreinigungsanlage bestehend aus Elektrofilter, zweistufiger Nasswäsche und Flugstromanlage mit Gewebefilter verantwortlich.

Die Klärschlammverbrennungsanlage des Wupperverbandes hat im bundesweiten Vergleich ein sehr niedriges Emissionsniveau. Durch ein jährlich geschultes Betriebspersonal wird die Anlage zuverlässig mit niedrigen Emissionen gefahren. Im Jahr 2020 wurden weder ein Halbstundenmittel- noch ein Tagesmittel-Emissionsgrenzwert überschritten.

Auskünfte über die Beurteilung der Messungen der Emissionen und der Verbrennungsbedingungen für das Berichtsjahr 2020 erteilt der Immissionsschutzbeauftragte des Wupperverbandes unter folgender Anschrift:

Hans-Dieter Hopf, Müllerwiese 9, D-51491 Overath,
Tel.: 02206 / 869489 oder per
email: d.hopf@hopf-consulting.de.

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