FLOTAGRAN 2.0
Etablierung eines MikroFLOTAtionsverfahrens zur Abtrennung aerober GRANula im Pilotmaßstab für kontinuierlich durchflossenen kommunal Großkläranlagenbetriebenen kommunalen Kläranlagen
| Projektdaten | |
|---|---|
| Antragsteller | Enviplan Ingenieurgesellschaft mbH |
| Partner | Ruhr-Universität Bochum, WiW mbH |
| Beginn des Projektes | 04/2026 |
| Abschluss des Projektes | 12/2027 |
| Fördermittelgeber | Deutsche Umweltstiftung |
| Fördersumme | 296.853 Euro |

Ziel des Projektes
Das Projekt Flotagran 2.0 baut auf den Ergebnissen des Forschungsprojektes Flotagran (12/2021 – 06/2025) auf. In der ersten Projektphase konnte im Labormaßstab gezeigt, dass sich aerobe Granula in einem kontinuierlich durchflossenen Belebungsanlage etablieren können. Granula sind eine Sonderform von Biofilmen ohne Trägermaterial. Vorteil von Granula gegenüber dem konventionellen Belebtschlammverfahren sind die besseren Absetzeigenschaften und höheren Umsatzraten. Die Abtrennung der Granula soll durch Einbauten innerhalb vorhandener Anlagenkomponenten in kontinuierlich betriebenen kommunalen Kläranlagen erreicht werden, um ein Upgraden konventioneller Belebungsverfahren zum Granulaverfahren im laufenden Betrieb zu ermöglichen. Als Trennverfahren wird ein speziell hierfür entwickeltes Flotationsverfahren eingesetzt. Im Projekt Flotagran 2.0 wird eine halbtechnische Versuchsanlage entwickelt, die in einem mobilen Container installiert werden kann. Hiermit kann die Technik auf verschieden Kläranlagen mit unterschiedlichen Randbedingungen erprobt werden und Empfehlungen für die Reaktorgestaltung für die Großtechnik gegeben werden. Die Containeranlage soll für ein paar Monate auf der Kläranlage Schwelm oder Marienheide eingesetzt werden. Mit dem Einsatz der neuen Technik wird für bestehende Kläranlagen eine Verbesserung der Ablaufwerte erwartet.
Ergebnisse
Die Ergebnisse finden Sie auf dieser Seite nach Abschluss des Projektes.
Nutzen für den Wupperverband
Mit der Umsetzung der EU-Kommunalwasserrichtliner ergeben sich erhöhte Anforderungen für die Stickstoff- und Phosphorelimination auf einigen Kläranlagen des Wupperverbandes. Mit dem neuen Verfahren könnte ein upgraden von Kläranlagen im laufenden Betrieb erreicht werden. Dies wäre eine kostengünstigere Option im Vergleich zu einem konventionellen Ausbau der Kläranlage.
