Große Dhünn-Talsperre

Große Dhünn-Talsperre, Foto: Peter Sondermann 2017
Große Dhünn-Talsperre, Foto: Peter Sondermann 2017

Historie und Nutzung

Die Große Dhünn-Talsperre des Wupperverbandes wurde in den Jahren 1975 - 1985 gebaut und wird in erster Linie zur Trinkwasserbereitstellung genutzt. Die Aufbereitung des Wassers zu Trinkwasser und der Transport bis in die Versorgungsnetze ist Aufgabe der fünf beteiligten Versorgungsunternehmen: der Wuppertaler Stadtwerke AG (WSW), der Stadtwerke Solingen GmbH, der Energie und Wasser für Remscheid GmbH (EWR), der Energieversorgung Leverkusen GmbH (EVL) - die 1973 gemeinsam den Bergischen Trinkwasserverbund GmbH (BTV) gegründet haben - sowie des 1960 gegründeten Wasserversorgungsverbandes Rhein-Wupper (WVV).
Darüber hinaus trägt die Große Dhünn-Talsperre auch zum Hochwasserschutz und zur Niedrigewasseraufhöhung für den Unterlauf der Dhünn bei.

Thermorüssel

Seit 2015 ist der so genannte Thermorüssel an der Großen Dhünn-Talsperre in Betrieb. Die variable Entnahmeleitung dient dazu, aus der Talsperre Wasser an den Unterlauf der Dhünn abzugeben. Früher war das aus dem Grundablass der Talsperre abgegebene Wasser zu kalt. Dies hemmte die Entwicklung der Lebewesen im Unterlauf.

Der Thermorüssel hat sich inzwischen bewährt, die Temperaturkurve im Unterlauf der Dhünn entspricht weitgehend einem natürlichen Temperaturverlauf im Wechsel der Jahreszeiten. Er greift auf die Temperaturschicht zu, die der jahreszeitlichen Temperatur im Fluss Dhünn entspricht, und gibt das Wasser an den Fluss ab. So haben die Lebewesen wieder natürlichere Temperaturbedingungen bekommen und können sich nun besser entwickeln.

Der Thermorüssel ist eine Besonderheit. Dies fanden auch die Macher von Quarks & Co. und haben den Thermorüssel und die Entwicklung der Dhünn in der Sendung über Talsperren am 1. Oktober 2019 vorgestellt.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-der-thermoruessel-und-die-fische-100.html

Freizeit

Zum Schutz des Wassers vor Verunreinigung ist die Große Dhünn-Talsperre von einem Wasserschutzgebiet umgeben. Ein ca. 100 m breiter Uferstreifen ist Wasserschutzzone und darf von Spaziergängern nicht betreten werden. Wassersport ist an der Großen Dhünn-Talsperre nicht zugelassen. Im Umfeld bieten sich jedoch hevorragende Möglichkeiten zum Wandern und zur Erholung. Eine Wanderkarte können Sie über den Link Broschürenbestellung anfordern.

Wasserschutzzonen-Verordnung Große Dhünn-Talsperre (Internetseite der Bezirksregierung Köln)

Technische Daten

 

Bauzeit 1975 - 1985
Probestau 11/1984 - 4/1987
Hauptabsperrdamm Steinschüttdamm mit Asphaltbeton-Kerndichtung
Höhe über Gründungssohle 63 m
Kronenlänge 400 m
Kronenbreite 8,50 m
Sohlenbreite 210 m
Volumen des Absperrbauwerks 1,2 Mio m³
Entnahme und Entlastungseinrichtungen: Rohwasserentnahmeturm
Rohwasserentnahmeturm 66 m
(Höhe über Gründungssohle) 2x d. 1,20 m
Rohwasserentnahmeeinleitungen 2x d. 1,20 m
Grundablass-Stollen (Maulprofil) 4,00 / 2,54 m
Hochwasserentlastungsturm mit Überfallrichter d. 20,00 m
Fallschacht mit anschl. Stollen d. 4,00 m
Stauraum
Stauziel 176,50 m. ü. NN
Wasserfläche bei Vollstau 440 ha
Stauhöhe 53 m
Fassungsvermögen / Stauinhalt 81 Mio m³
davon Vorsperre Große Dhünn 7,5 Mio m³
davon Vorsperre Kleine Dhünn 0,4 Mio m³
davon 15 Vorstauanlagen insgesamt 0,3 Mio m³
Wasserwirtschaft
Niederschlagsgebiet 60 km²
einschl. Sülz 89 km²
Bemessungshochwasser 90 m³ pro Sekunde
einschl. Sülz 115 m³ pro Sekunde

 

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