Produktivkraft Fluss: Friedrich Engels und die Zukunft post-industrieller Flüsse

Datum 29.10.2021
Ort Kunsthalle Barmen, Geschwister-Scholl Platz 4 - 6, 42275 Wuppertal
Veranstalter Bernard Langerock, Wupperverband, WiWmbH
WochentagDatumUhrzeit
Freitag29.10.2021

Fotosequenzen von Bernard Langerock - eine Ausstellung des Wupperverbandes mit Unterstützung der WiW mbh

Aus der Werkserie Wupper, 2020 © Bernard Langerock, Düsseldorf

Neuer Starttermin ab 29.10.2021

Die ursprünglich für Januar 2021 geplante Ausstellung im Rahmen von Engels2020 wird aufgrund der Corona-Pandemie nun ab dem 29.10.2021 bis zum 09.01.2022 gezeigt.

Fotosequenzen von Bernard Langerock

Mit 12 großformatigen Fotosequenzen macht der in Düsseldorf lebende Künstler Bernard Langerock die Kräfte der Wupper im Zusammenhang mit ihrer industriellen und postindustriellen Entwicklung sichtbar.

In fünf  Räumen sind die Fotosequenzen als übergroße Wandgestaltung zu sehen. Jede Sequenz steht für eine Produktivkraft des Flusses, z. B. Fließkraft, Wasserkraft, Transportkraft oder Zerstörungskraft. Auf begleitenden Ausstellungstafeln wird die Flussentwicklung vorgestellt.

Die Entwicklung der Industrie in Wuppertal und Manchester wäre ohne die beiden Flüsse Wupper und Irk nicht denkbar. Die Flüsse waren eine treibende und prägende Produktivkraft zunächst für die Textilproduktion, später auch für andere Gewerbe. Der Strukturwandel hat im Laufe der letzten 200 Jahre die Flussnutzung verändert, aber auch die Wahrnehmung und den Umgang mit einzelnen Funktionen.

Mit der Industrialisierung, der Konzentration der Produktion in großen Fabriken und der Zunahme der städtischen Bevölkerung dienten die Flüsse dann vor allem der Abwasser- und Abfallentsorgung. Friedrich Engels beschreibt in seinem Werk „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ die unhaltbaren hygienischen Verhältnisse in den Arbeitervierteln von Manchester und den schlechten ökologischen Zustand des „River Irk“, die vergleichbar waren mit den Zuständen an der Wupper im 19. Jahrhundert.

Ausgehend von Engels’ Wirken in beiden Städten werden die Folgen der Industrialisierung auf den Fluss, die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gewässerqualität und die aktuellen Ansätze zur zukünftigen Nutzung / Umgestaltung des Gewässerumfeldes dargestellt. Die Städte öffnen sich zum Fluss, Menschen nutzen die neuen Freiräume.

Die Textilindustrie mit der Ausbeutung der Arbeiter und der einhergehenden Ressourcenverschmutzung ist nicht verschwunden, sondern wurde in Drittländer verlagert. Wie kann die positive Entwicklung an der Wupper und der Irk auf andere Regionen der Welt übertragen werden? Die Ausstellung will Veränderungen aufzeigen und die damit verbundenen Bewegungen der Flüsse sichtbar machen und so einen Blick in die Zukunft ermöglichen.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist geöffnet:
Donnerstags von 15.00 bis 20.00 Uhr
Freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr
Samstags von 12.00 bis 18.00 Uhr
Sonntags von 12.00 bis 18.00 Uhr

vom 20.12 bis zum 05.01 ist die Austellung geschlossen

Tickets

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Dennoch ist aufgrund von Corona ein Ticket erforderlich.
Die kostenlosen Tickets sind erhältlich unter www.wuppertal-live.de

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln der Stadt Wuppertal. 
Für den Besuch der Ausstellung gilt der  Nachweis 2 G (geimpft oder genesen), außerdem müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und eine medizinische Maske getragen werden.

Ausstellungskatalog

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog der für 15 € beim Bergischen Verlag erworben werden kann.

https://www.bergischerverlag.de/titel/produktivkraft-fluss/

Weitere Infos siehe auch auf der Internetseite zu Engels 2020:
www.engels2020.de

Förderung

Das Projekt wird gefördert durch

  • das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW,
  • die Stadtsparkasse Wuppertal
  • und die Firma Erfurt.

Wir bedanken uns für die Unterstützung!
 

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