Trinkwasser

Was ist Trinkwasser/-versorgung bzw. Rohwasser?

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Trinkwasser ist zum Genuss und Gebrauch geeignetes Wasser, das den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen muss. 98 % der Bürger/-innen Deutschlands erhalten Trinkwasser über die öffentliche Wasserversorgung. Der Wupperverband selbst bereitet das Wasser nicht auf, er stellt so genanntes „Rohwasser“ aus der Großen Dhünn-Talsperre, der Kerspe-Talsperre und der Herbringhauser Talsperre zur Verfügung. Rohwasser ist unbehandeltes Wasser, das einer Anlage zur Trinkwasseraufbereitung zufließt.

Ziele

Unser Ziel ist, mit der Rohwasserbereitstellung aus der Großen Dhünn-Talsperre, der Kerspe-Talsperre und der Herbringhauser Talsperre, die Trinkwasserversorgung im Bergischen Land zu sichern. Mit einem Stauinhalt von 81 Mio. m³ zählt die Große Dhünn-Talsperre zu den größten Trinkwassertalsperren Deutschlands. Pro Jahr können 42 Mio. m³ Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung entnommen werden. So kann Rohwasser für die Wasserversorgung von bis zu 1 Millionen Menschen in der Region zur Verfügung gestellt werden. Somit sind wir gut aufgestellt, denn mit dem Wasser aus der Großen Dhünn-Talsperre können 2 Trockenjahre überstanden werden. Seit 2016 betreiben wir auch die Kerspe-Talsperre und die Herbringhauser Talsperre. Dadurch fördern wir eine ganzheitliche Bewirtschaftung von Rohwasser im Verbandsgebiet. Die Vernetzung der Talsperren erhöht die Versorgungssicherheit.

Zuständigkeiten

Große Dhünn-Talsperre
Der Wupperverband betreibt die Große Dhünn-Talsperre. Von dort aus gelangt das Rohwasser aus über den Entnahmeturm zu 2 Trinkwasseraufbereitungsanlagen. Die Aufbereitung des Rohwassers zu Trinkwasser und der Transport bis in die Versorgungsnetze der Städte und Gemeinden ist Aufgabe der 5 beteiligten Versorgungsunternehmen. WSW Energie & Wasser AG (WSW), der Stadtwerke Solingen GmbH (SWS), der Energie und Wasser für Remscheid GmbH (EWR), der Energieversorgung Leverkusen GmbH (EVL) und des Wasserversorgungsverbandes Rhein-Wupper (WVV). Die WSW, die SWS, die EWR und die EVL haben 1973 die „Bergische Trinkwasser-Verbund-GmbH (BTV)“ gegründet. Mit der Betriebsführung der BTV wurde die WSW beauftragt. Die BTV betreibt zur Aufbereitung des Rohwassers eine Aufbereitungsanlage bei Dabringhausen. Von dort wird das Trinkwasser über Leitungen in die bergischen Großstädte transportiert. Der 1960 gegründete Zweckverband WVV betreibt die Aufbereitungsanlage Schürholz bei Dabringhausen. Er versorgt von dort aus die Kommunen Radevormwald, Hückeswagen, Wermelskirchen, Leichlingen, Burscheid, Bergisch Neukirchen, Odenthal sowie Teile von Solingen mit Trinkwasser.

Verteilung der Wassermengen:
WSW: 12,3 Mio. m³
EWR: 9,0 Mio m³
SWS: 8,8 Mio m³
EVL: 6,2 Mio m³
WVV: 5,7 Mio m³

Kerspe-Talsperre und Herbringhauser Talsperre
Der Wupperverband hat einen Rohwasserliefervertrag mit der WSW Energie & Wasser AG geschlossen. Aus der Kerspe-Talsperre erhält die WSW Energie & Wasser AG 12 Mio. m³ Rohwasser und aus der Herbringhauser Talsperre 3 Mio. m³ Rohwasser.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Daher untersucht der Wupperverband regelmäßig das Wasser der Zuläufe, der Talsperre, der Rohwasserentnahme und der Abgabe an den Unterlauf.

Themen und Herausforderungen

Aktuell beschäftigen wir uns im Gesamtkomplex „Klimawandel“ auch mit der Frage „Trockenzeit und Trinkwasser“. Da die Große Dhünn-Talsperre die zweitgrößte reine Trinkwasser-Talsperre Deutschlands ist und wir durch den Erwerb der Kerspe-Talsperre und der Herbringhauser Talsperre auf Verbundpotenziale zurückgreifen können, sind wir hier gut aufgestellt.
Weiterhin müssen wir und die Versorgungsunternehmen der Frage nach Einträgen von anthropogenen – also durch menschlichen Einfluss entstandenen – Spurenstoffen oder Mikrostoffen nachgehen.
Trinkwasser-Talsperren stehen unter besonderem Schutz. Wir setzen uns dafür ein, dass ökologisch vertretbare Freizeit und Trinkwasser im Einklang bleiben.

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