Das Limnologische Labor des Wupperverbandes

Limnologie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Stoffhaushalt der Binnengewässer (stehendes Gewässer, Fließgewässer und Grundwasser) befasst.

Die Aufgaben der angewandten Limnologie liegen im Bereich der Gewässerbewertung, der Erarbeitung und Bereitstellung von Planungsdaten zur Gewässersanierung, der Erarbeitung integrierter (ökotechnologischer) Sanierungskonzepte und der Erfolgskontrolle von Maßnahmen.

Hydromorphologische Komponenten:

  • Wassermengenhaushalt
  • Uferrand, Beckenmorphologie
  • etc.

Biologische Bewertung:

  • Phytoplankton
  • Zooplankton
  • Fische
  • etc.

Physikalisch-chemische Bewertung:

  • Wassertemperatur
  • pH-Wert
  • Leitfähigkeit
  • Sauerstoff
  • organischer Kohlenstoff
  • Stickstoff
  • Phosphor
  • etc.
Planktonnetz
Planktonnetz

Limnologie der Talsperren

Gewässergüte ist besonders für die Trinkwasserspeicher, wie die Große Dhünn-Talsperre des Wupperverbandes, von entscheidender Bedeutung. Aber auch in Brauchwasserspeichern sollte das Wasser in seiner Qualität der eines vergleichbaren natürlichen Sees nahekommen. Da das gespeicherte Wasser an Flüsse und Bäche unterhalb der Talsperren abgegeben wird, muss es den dortigen ökologischen Anforderungen entsprechen. Somit ist die Gewässergüte ein Teilaspekt der Talsperrensicherheit.

An den Zu- und Abläufen der Talsperren findet eine kontinuierliche Überwachung physikalischer und teils chemischer Parameter statt. Hier werden Wassertemperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit etc. untersucht. Im Wasserkörper der Talsperren werden neben chemischen Eigenschaften außerdem biologische Untersuchungen der im Wasser schwebenden pflanzlichen und tierischen Organismen und des Fischbestandes durchgeführt. Anzahl und Zusammensetzung dieser Organismen und des Fischbestandes geben Auskunft über die Wasserqualität. Nur ein ausgewogener Bestand an Lebewesen weist auf eine gleichbleibende gute Wasserqualität hin und hilft wiederum, diese zu stabilisieren.

Wie Auswertungen zum Langzeittrend der Gewässergütemessungen in den Talsperren zeigen, hat sich die Gewässergüte, insbesondere die Sichttiefe bzw. die Klarheit des Wasser betreffend in den vergangenen Jahren an allen Talsperren deutlich positiv entwickelt.

Limnologie der Fliessgewässer

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Limnologischen Labors ist die Untersuchung der Gewässergüte in Fließgewässern. Die kontinuierliche Erfassung von Gewässergüteparametern ist eine unerlässliche Ergänzung zu der Untersuchung von Stichproben. Nur so können die Tagesextreme von dynamischen Parametern wie Sauerstoff ermittelt oder die Auswirkungen von unvorhersehbaren Starkregenereignissen erfasst werden.

Auch hier zeigt sich ein Trend zur Verbesserung der Wasserqualität. So zeigt z. B. der Fischbestand eine Verbesserung der Gewässergüte an.

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