Abwasserlabor

Das Abwasserlabor (AWL) des Wupperverbandes ist in 2 Laboreinheiten aufgeteilt:
das Abwasserbiologische Labor und das Chemisch Technische Labor.

Abwasserlabor Buchenhofen
Abwasserlabor Buchenhofen

Das Abwasserbiologische Labor des Wupperverbandes

Unsere Aufgaben

Das Abwasserbiologische Labor arbeitet als Teil des Bereiches Wasserwirtschaft/Abwasser eng mit dem chemisch-technischen Labor, den Kläranlagen des Verbandes und den dortigen Betriebslaboratorien zusammen. Unsere Aufgabe ist es, die biologische Seite der Kläranlage zu betrachten. Dazu zählen Bestimmungen einzelner Organismen, Bewertungen der verschiedenen Prozesse bei der biologischen Abwasserreinigung und der Schlammfaulung und gegebenenfalls die Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen. 

Unsere Ziele

Wir tragen maßgeblich dazu bei, dass der sichere Betrieb der Klärwerke gewährleistet ist. Weiterhin erproben wir durch Laborversuche, mobile Messstationen und eine inzwischen langjährige Erfahrung innovative Lösungen und steigern so die Effizienz unserer Kläranlagen im Verbandsgebiet.
 

Die Mittel zur Erreichung dieser Ziele sind:

Biologische Untersuchungen

  • Mikroskopie von Belebtschlämmen
  • Abbauversuche / Faulversuche
  • Toxizitätstests
  • Bioparameterbestimmung für Simulationsstudien

Online-Technik und Untersuchungen “vor Ort”

  • Einsatz mobiler Messstationen in Zulauf, Ablauf und Belebung zur Ermittlung von Grundlagendaten für Bemessung und Simulation
  • Mitbetreuung der online-Analysegeräte auf den Kläranlagen

Qualitätssicherung

  • Qualitätssicherung im Labor und bei der online-Technik in Anlehnung an ATV-Vorgaben

Weiterbildung

  • Schulungen der Mitarbeiter/-innen zu biologischen und labortechnischen Fragestellungen sowie im Bereich Arbeitssicherheit
  • Weiterbildung auf Messen und Tagungen

Sonstige Aktivitäten

  • Kooperationen mit Firmen und anderen Laboratorien
  • Laborausstattung und Materialeinkauf für die Betriebslabors
  • Auftragsanalytik für Dritte  

Das Chemisch Technische Labor des Wupperverbandes

Die Abwasserreinigung steht am Ende einer Kette von Umweltschutzmassnahmen. Voraussetzung zur Vermeidung von Belastungen bzw. die ordnungsgemäße Beseitigung von gefährlichen Stoffen durch den Verursacher, ist die Kenntnis der Art und die Quellen der Emission. Aufgrund unerlaubter Einleitungen haben die Klärwerksbetreiber immer wieder mit Betriebsstörungen zu kämpfen. Die durch kommunale, gewerbliche und industrielle Abwässer eingeleiteten Schadstoffe stellen ein großes Gefährdungspotenzial für die Umwelt und damit auch für den Menschen dar. Unsere Aufgabe ist es, mit genormten Verfahren (DIN, EN, ISO) gesetzliche Vorgaben (Abwasserverordnung (AbwV)) und selbst gesteckte Ziele (Erklärungswerte nach Abwasserabgabengesetz (AbwAG)) zu kontrollieren. 

Ziele unserer Arbeit sind:

  • Überwachung des AbwassersBewertung der Schädlichkeit des Abwassers
  • Kontrolle von gesetzlichen und wupperverbandsinternen Vorgaben
  • Ermittlung von unerlaubten Einleitungen

All unsere Aktivitäten haben den Zweck, die Qualität des Wupperwassers weiter zu steigern.

Proben

Da nicht alle Schadstoffe in der Kläranlage abgebaut werden, unterliegt neben dem Abwasser auch der Klärschlamm einer Kontrolle. Zudem erhält die Sielhaut (mikrobieller Bewuchs des Kanalsystems) als Langzeitspeicher eine immer größer werdende Relevanz zur Ermittlung von unerlaubten Schadstoffeinleitungen. Desweiteren werden Sand, Asche, Fäkalien und Böden untersucht.

Parameter

In den einzelnen Matrices werden pH-Wert, Leitfähigkeit, Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB), Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB), Metalle, Phosphor, Stickstoff relevante Parameter, Anionen, Tenside, Glührückstand und Trockenrückstand mit den unterschiedlichsten Analysenverfahren bestimmt. 

Analysenverfahren

Die instrumentelle Analytik ist immer mehr auf dem Vormarsch und verdrängt die alteingesessene nasschemische Analytik. Die Entwicklung der instrumentellen Analytik hat zum Teil erst die Voraussetzung zur Ermittlung der unterschiedlichsten Schadstoffe in immer kleiner werdenden Konzentrationen geschaffen.

Auch in unserem Labor müssen die Mitarbeiter/-innen immer weniger mit der Bürette arbeiten und sich stattdessen mit High-Tech-Analysen-Apparaten auseinandersetzen. Durch diese Automatisierung können Parameter parallel analysiert werden (Beispiel Anionen, Nitrit, Nitrat, Chlorid und Sulfat mit der Ionenchromatographie) und auch die Anzahl der Analysen konnte gesteigert werden. 

Für die Analyse der Schadstoffe ist unser Labor mit modernsten Analysen-Apparaten ausgestattet:

  • Atomabsorptionsspektrometer (AAS) für Metalle
  • Inductively-Coupled Plasma - Optical Emission Spectrometry (ICP-OES) für Metalle
  • Flow Inject Mercury System (FIMS) für Quecksilber
  • Fließinjektionsanalyse (FIA) für Ammonium
  • Ionenchromatograph (IC) für Anionen
  • Photometer für Farbreaktionen
  • Total Organic Carbon-Analysator (TOC-Analysator) für Kohlenstoff
  • AOX-Analysator (Adsorbierbare organische Halogene)

Qualitätssicherung

Zur analytischen Qualitätssicherung nimmt das Chemisch Technische Labor mit großem Erfolg an den relevanten externen Ringversuchen teil. Die Führung diverser Kontrollkarten (ca. 40) ist ein weiterer Aspekt der Qualitätssicherung. 

Zulassungen

  • Das Labor ist nach § 60a Landeswassergesetz (LWG) als geeignete Stelle zur Untersuchung von Indirekteinleitungen im Rahmen der Selbstüberwachung zugelassen.
  • Seit 2007 ist unser Abwasserlabor durch den Deutschen Akkreditierungsrat akkreditiert.
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