Tag des Wassers am 22. März

Wupperverband: Lösungen aus der Natur helfen in der Wasserwirtschaft

Eifgenbach
Eifgenbach

Pressemitteilung vom 19.03.2018

Der 22. März steht ganz im Zeichen der wichtigsten Ressource: Seit 1992 ist dieser Tag der internationale Tag des Wassers. Die Vereinten Nationen möchten daran erinnern, dass ohne Wasser kein Leben auf der Erde möglich ist. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.

Das Motto in diesem Jahr lautet Natur für Wasser. Die Natur leistet viele Dinge, die für die Menschen wichtig sind und für das Wassermanagement einen großen Wert darstellen.
Hat ein Fluss eine naturnahe Flussbett- und Uferstruktur und ausreichend Platz in der Aue, so bietet er bei Hochwasser einen natürlichen Rückhalt vor Überflutungen. Natürliche Fluss-Strukturen mit Dynamik und Sauerstoffreichtum bedeuten auch eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt und unterstützen die Selbstreinigungskräfte eines Flusses. So haben die Gewässerprojekte des Wupperverbandes, z. B. das Projekt auf dem Gelände des Unternehmens Vorwerk, mehrere positive Effekte: sie verbinden Gewässerentwicklung und mehr Natur mit Steigerung der Artenvielfalt und – wie in diesem Fall durch die Verbreiterung des Flussbetts – auch Verbesserung des Abflussverhaltens bei Hochwasser. Durch seine Projekte trägt der Wupperverband dazu bei, natürliche Abläufe in der Umwelt zu stärken. Umgekehrt kann der Wupperverband bei seinen wasserwirtschaftlichen Aufgaben natürliche Prozesse nutzen.

Wuppervorsperre
Wuppervorsperre

Geniale Lösungen aus der Natur

Die Wupper-Talsperre ist seit dem Jahr 2000 stark aufgeklart. Durch eine gezielte fischereiliche Bewirtschaftung, ist es gelungen, die Ansiedelung großer Wasserflöhe zu ermöglichen, die das Wasser der Talsperre alle 2 bis 4 Tage einmal filtrieren.
Dies entspricht einer wöchentlichen Filtrierleistung von ca. 40 Mio. Kubikmetern. Die Sichttiefe hat sich durch diese Ökosystemdienstleistung verdoppelt. Solche Leistungen sind besonders interessant an Trinkwassertalsperren, wo Aufbereitungskosten gesenkt werden können.

Schutzwald an der Großen Dhünn-Talsperre
Schutzwald an der Großen Dhünn-Talsperre

Eine weitere geniale Lösung aus der Natur ist die ausgleichende Speicherfunktion von Wäldern, Wiesen und Feuchtgebieten. In diesen wichtigen Ökosystemen wird Wasser gebunden. Ohne sie droht Trockenheit, Versteppung und Erosion, gleichzeitig werden Hochwasserspitzen gedämpft.
Wälder haben außerdem eine Schutzfunktion für unser Talsperrenwasser. Der Wasserschutzwald rund um die Trinkwassertalsperren Große Dhünn, Kerspe- und Herbringhauser-Talsperre beispielsweise ist ein Schutzmechanismus, um das kostbare Rohwasser vor Beeinträchtigungen zu bewahren.

Natur und Gewässer haben außerdem für alle Menschen eine hohe Bedeutung. Sie nutzen eine intakte Natur, schöne Landschaft, Flüsse und Talsperren nutzen gerne für Erholung und Freizeit. Davon profitiert auch die Wirtschaft, z. B. Handel und Tourismus in den Kommunen. Eine hohe Lebensqualität macht die Kommunen für ihre Bürgerinnen und Bürger attraktiv.
Der Wupperverband trägt mit seinen Aufgaben in der Wasserwirtschaft und dem Grundprinzip des ganzheitlichen Flussgebietsmanagements dazu bei, die Prozesse in der Natur zu unterstützen, z. B. durch die naturnahe Gewässerentwicklung an der Wupper und ihren Nebenbächen.

Wasser schützen: jeder kann etwas tun

Wasser ist für alle Menschen die Lebensgrundlage. Daher ist der Tag des Wassers ein guter Anlass zu überlegen, wie gehe ich mit Wasser um? Was kann ich zum Schutz des Wassers tun?
Im regenreichen Wuppergebiet ist Wasser reichlich vorhanden, dennoch sollten wir alle bewusst damit umgehen, es nicht verschwenden und möglichst wenig verunreinigen.
Wir alle sind es im Alltag, die unser Wasser verschmutzen, sei es beispielsweise durch weggeworfenen Müll, durch Entsorgen von Arzneien in der Toilette oder durch Nutzung von Kosmetika mit Mikroplastik.
Einige Tipps dazu, z. B. keine Medikamente oder Q-Tipps ins WC werfen, gibt es im Faltblatt Wasser schützen: was kann jede/r tun? auf der Homepage www.wupperverband.de

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