Keinen Müll ins WC

Technische Betriebe Schwelm und Wupperverband informieren mit einem neuen Faltblatt

Feuchttücher, Lappen und Müll dürfen nicht ins WC.
Feuchttücher, Lappen und Müll dürfen nicht ins WC.

Pressemitteilung des Wupperverbandes und der Technischen Betriebe Schwelm vom 29.05.2018

Abfälle, egal ob in fester oder flüssiger Form, haben im WC und somit im Abwasser nichts zu suchen. Darüber informieren die Technischen Betriebe Schwelm (TBS) und der Wupperverband in einem neuen Faltblatt mit dem Titel "Feuchttücher & Co: nicht ins Klo".
Das neue Faltblatt wird kostenlos als Postwurfsendung an alle Haushalte in Schwelm ab der kommenden Woche verteilt. Außerdem ist es ab heute auf den Internetseiten von TBS und Wupperverband als Download verfügbar.

In der Kläranlage Schwelm kam es in den letzten Jahren zu Verstopfungen. Der Grund: Feste Abfälle, vor allen Dingen Feuchttücher und textile Putztücher, setzten sich in einem Pumpwerk des Regenüberlaufbeckens fest. Dort bilden sie Klumpen, werden fest wie Beton und mussten vom Betriebspersonal aufwändig entfernt werden.
Probleme dieser Art können von vornherein vermieden werden. Die TBS und der Wupperverband möchten die Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren.

 

von links nach rechts: Frank Schmidt und Wolfgang Engels (beide Wupperverband) sowie Karsten Migchielsen (Technische Betriebe Schwelm)
von links nach rechts: Frank Schmidt und Wolfgang Engels (beide Wupperverband) sowie Karsten Migchielsen (Technische Betriebe Schwelm)

"Vielen Menschen ist vielleicht gar nicht bewusst, dass generell Abfälle im WC nichts zu suchen haben. Unsere Kanalisation und die Kläranlagen sind keine Müllschlucker", sagt Karsten Migchielsen, Technischer Leiter der Stadtentwässerung in Schwelm.
"Unsere Abwasseranlagen können mit dem herkömmlichen Toilettenpapier gut umgehen. Doch bei Abfällen, wie Feuchttücher, Windeln, Wattestäbchen usw. bekommen wir vor allem dort Probleme, wo zu Beginn des Abwasserprozesses Pumpen im Einsatz sind", ergänzt Frank Schmidt, Betriebsleiter von 10 Kläranlagen des Wupperverbandes.

Daher haben die TBS und der Verband nun alle Infos in dem Faltblatt gebündelt. Weder feste Abfälle, z. B. Hygieneartikel etc. aber auch Speisereste, noch abgelaufene Medikamente oder flüssige Abfälle, z. B. Farbreste oder Chemikalien, gehören in die Toilette. Was gar nicht erst im Abwasser landet, muss anschließend nicht aufwändig herausgeholt werden. Daher soll alles andere als das normale Toilettenpapier in der Restmülltonne bzw. über die vorgesehen Entsorgungswege, z. B. Schadstoffsammlung, entsorgt werden. Dies gilt nicht nur für die Kanalisation und die Kläranlage in Schwelm, sondern auch für die übrigen Wupperverbands-Kläranlagen.

In den letzten Jahren hat der Wupperverband zunehmend mehr Abfälle, das so genannte Rechengut, in der ersten Reinigungsstufe auf den Kläranlagen aus dem Abwasser geholt. Waren es 2014 noch rund 2016 Tonnen in allen 11 Kläranlagen, so lag die Menge des Rechenguts 2016 schon bei 2724 Tonnen.
Die Gründe für den Anstieg sind zum einen technische Optimierungen auf Kläranlagen, z. B. durch feinere Rechen wird mehr Abfall herausgeholt. Ein verändertes Verbraucherverhalten kann ebenfalls ein Grund sein. Hier möchten TBS und Wupperverband ansetzen, denn letztlich kostet die Entsorgung des Rechenguts Geld, das über die Gebühren auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt wird.

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