Lebendiges Flussbett für die Wupper in Laaken

Braunfärbung der Wupper durch Sedimentaufwirbelung unbedenklich

Renaturierung Wupper in Laaken: renaturierter Abschnitt
Renaturierung Wupper in Laaken: renaturierter Abschnitt

Pressemitteilung vom 11.09.2017

Die Wupper erhält im Stadtteil Wuppertal-Laaken auf einer Strecke von rund 900 Metern ein lebendiges und abwechslungsreiches Flussbett. Die Arbeiten des Wupperverbandes hierzu auf dem Grundstück der Firma Vorwerk sind nun in vollem Gange.

Zunächst wurde mitten im Werksgelände eine vorhandene Mauer entfernt und aus Natursteinen eine neue Uferbefestigung erstellt. Auch eine künstliche Befestigung, eine so genannte Berme, konnte entfernt werden. „So kann das Flussbett der Wupper mehr Raum bekommen und durch Steine und Inseln natürlicher gestaltet werden“, sagt Projektleiterin Ursula Koukolitschek vom Wupperverband.

Ende August hat der Verband mit der neuen Gestaltung des Wupperlaufs begonnen.
Nahe der Fußgängerbrücke über die Wupper am Edmund-Vette-Weg bietet das zum Firmengelände gehörende Landschaftsschutzgebiet beste Möglichkeiten, das Flussbett der Wupper zu verbreitern. Hier wird der Wupperverband den Flusslauf so gestalten, dass er in die Aue ausufern kann und Inseln entstehen. 

Mehr Lebensqualität für Fische & Co.

Durch mehr Abwechslung im Flussbett werden sich die Lebensbedingungen z. B. für Fische und Kleinlebewesen verbessern. Neben Ruhezonen und turbulenten Flussabschnitten sorgt die lebendigere Gewässerstruktur auch für mehr Sauerstoff im Fluss.
So ist das aktuelle Projekt ein weiterer Schritt zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten Zustand für Flüsse und Bäche in ganz Europa erreichen will.

Die Gewässerarbeiten werden aufgrund von Schonzeiten bis Mitte Oktober 2017 durchgeführt und dann im kommenden Jahr fortgesetzt.

Kooperation zwischen Wupperverband und Vorwerk

Das Gewässerprojekt setzt der Wupperverband in Kooperation mit dem Familienunternehmen Vorwerk um. Die Erweiterung der Produktionsstätte von Vorwerk am Standort Wuppertal-Laaken bietet die Chance, die dortige Flussgestaltung der Wupper ökologisch weiterzuentwickeln. Das Wupperprojekt in Laaken wird hauptsächlich durch das Land NRW gefördert, einen Teil der Kosten übernimmt das Familienunternehmen als Mitglied im Wupperverband. „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit Vorwerk und die Unterstützung für das Projekt“, so Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf. „Es gibt uns die Möglichkeit, mit der Renaturierung der Wupper in Wuppertal ein ganzes Stück weiterzukommen.“

Renaturierung Wupper in Laaken: Arbeiten im Bachbett
Renaturierung Wupper in Laaken: Arbeiten im Bachbett

Arbeiten im Bachbett

Durch die Arbeiten im Bachbett wird Sediment aufgewirbelt. Hier kommt es temporär zu einer Braunfärbung der Wupper, die durch die Fließrichtung des Flusses auch im Stadtgebiet zu sehen ist. Die Färbung klingt jeweils einige Stunden nach den Arbeiten im Flussbett wieder ab. Diese Sedimentaufwirbelungen sind unbedenklich. Die Fische im unmittelbaren Bereich der Baustelle wurden im Vorfeld abgefischt und in Abschnitte oberhalb der Baustelle umgesiedelt. Die Umsetzung der Maßnahme wird ökologisch durch ein Fachbüro begleitet.

Trotz der aktuellen Bautätigkeit wurden an dem neu gestalteten Gewässerabschnitt in den letzten Tagen mehrfach bis zu vier Eisvögel gleichzeitig gesichtet.

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