Produktivkraft Fluss: Friedrich Engels und die Zukunft post-industrieller Flüsse

Fotografien von Bernard Langerock - eine Ausstellung des Wupperverbandes

Projektdaten
Beginn der Kooperation07/2019
KooperationspartnerManchester City Council, Manchester Histories, Fotograf Bernhard Langerock (Düsseldorf), Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH
Historisches Foto Kläranlage Buchenhofen
Historisches Foto Kläranlage Buchenhofen
Projektziel und Kooperationsinhalt

Die Entwicklung der Industrie in Wuppertal und Manchester wäre ohne die beiden Flüsse Wupper und Irk nicht denkbar. Die Flüsse waren eine treibenden und prägenden Produktivkraft zunächst für die Textilproduktion, später auch für andere Gewerbe. Der Strukturwandel hat im Laufe der letzten 200 Jahre die Flussnutzung verändert, aber auch die Wahrnehmung und den Umgang mit einzelnen Funktionen.

Mit der Industrialisierung, der Konzentration der Produktion in großen Fabriken und der Zunahme der städtischen Bevölkerung dienten die Flüsse dann vor allem der Abwasser- und Abfallentsorgung. Friedrich Engels beschreibt in seinem Werk „The condition of the working class in England“ die unhaltbaren hygienischen Verhältnisse in den Arbeitervierteln von Manchester und den schlechten ökologischen Zustand des „River Irk“, die vergleichbar waren mit den Zuständen an der Wupper im 19. Jahrhundert.
Ausgehend von Engels Wirken in beiden Städten werden die Folgen der Industrialisierung auf den Fluss, die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gewässerqualität und die aktuellen Ansätze zur zukünftigen Nutzung / Umgestaltung des Gewässerumfeldes dargestellt. Die Städte öffnen sich zum Fluss, Menschen nutzen die neuen Freiräume.

Die Textilindustrie mit der Ausbeutung der Arbeiter und der einhergehenden Ressourcenverschmutzung ist nicht verschwunden, sondern wurde in Drittländer verlagert. Wie kann die positive Entwicklung an der Wupper und der Irk auf andere Regionen der Welt übertragen werden? Die Ausstellung will Veränderungen aufzeigen und die damit verbundenen Bewegungen der Flüsse sichtbar machen und so einen Blick in die Zukunft ermöglichen.

Ausstellungsort:
Kunsthalle Barmen
Geschwister-Scholl Platz 4-6
42275 Wuppertal
Barrierefreiheit: ja

Ausstellungsdauer: Jan-Feb. 2021 (jeweils von Do-So)

Uhrzeit/en: Do. 15 - 20 Uhr / Fr. 15 - 18 Uhr / Feiertags + Sa. + So. 11 - 18 Uhr
Kosten: Eintritt frei

expand_less
VOILA_REP_ID=C1257817:0030CCD3